Birgit Golze

Birgit Golze praktiziert seit über zwanzig Jahren Tai Ji Quan und unterrichtet seit dreizehn Jahren in ihrer Heimatstadt Dassel Tai Chi und Partnerarbeit. Ihre Leidenschaft für das Push Hands hat sie während ihrer Lehrerausbildung bei Meister Nils Klug entdeckt. Seitdem ist ihr (Form)unterricht sehr durch Partnerarbeit geprägt. Das Push Hands hat sie zu nationalen und internationalen Lehrern im In- und Ausland geführt – und auch Treffen in ganz Europa hat sie schon besucht. Bei Wettkämpfen, die Sie immer mit einem Treppchenplatz beendet hat, sammelte Birgit viele Erfahrungen.

Nicht zuletzt hat Birgit als langjähriges Mitglied des Organisationsteams des Internationalen Push Hands Treffens Hannover über die Jahre wohl schon ziemlich „alles gesehen“ – und sie freut sich darauf, ihre Erfahrungen an euch weiter zu geben.

Nils Klug

Nils Klug

Nils Klug lernt Taijiquan seit 1990. 1993 eröffnete er seine erste Schule. Über die Jahre hinweg hat Nils bei zahlreichen Taijiquan-Treffen unterrichtet und Workshops in Deutschland und im Ausland gegeben. Um den Austausch im Taijiquan über Stilgrenzen hinweg zu ermöglichen, organisiert Nils seit 2001 das Internationale Push Hands Treffen in Hannover. Zudem betreibt er die Internetseite taiji-forum.de und ihre englische Schwesterseite, um die chinesischen inneren Künste bekannter zu machen und die vielen Wege zu dokumentieren, wie Taijiquan, Qigong und andere chinesische innere Künste weltweit gelehrt und praktiziert werden.Nils war Schüler von Grandmaster William C. C. Chen (New York) und ist von ihm autorisiert, dessen Taijiquan zu unterrichten. Grandmaster Chen, der seit über 60 Jahren Taijiquan unterrichtet, war ein Schüler von Professor Cheng Man Ching, genau wie Nils’ zweiter Lehrer, Dr. Tao Ping-Siang (Taiwan, †2006), der ebenfalls einen großen Einfluss auf sein Verständnis von Taijiquan und Push Hands hatte.

Durchgehender Anfänger:innen-Workshop

*Unser zweisprachiger Workshop für Neulinge ist als durchgehender Workshop mit abgestimmten Themen konzipiert. Er wird von Birgit Golze (Mi-Fr) und Nils Klug (Sa+So) geleitet.

Mittwoch – Freitag (Birgit Golze)

Ich bezeichne Push Hands gerne scherzhaft als die beste Beziehungsberatung, die es gibt – vor allem, weil man lernt einem Partner zuzuhören. Hören, verstehen und das freie Spiel zwischen den Partner:innen sind folglich die Leitthemen der ersten drei Tage.

Mittwoch – Hören
In diesem Workshop wollen wir als Grundlage unserer Kommunikation üben zu hören, zu fühlen und zu begleiten.
Mit wenigen, aber intensiven Übungen wollen wir uns langsam ans Pushen herantasten und lernen unsere:n Partner:in im freien Pushen wahr zu nehmen. Durch diesen sanften Anfang ist der Workshop auch für alle geeignet, die einmal nicht gleich wild drauf los pushen wollen.

Donnerstag – Sich Verstehen
Am zweiten Tag steht die Kommunikation zwischen den Partnern im Vordergrund: Was sagt mir mein Partner? – und: Was sage ich ihm*ihr? Wo geht es hin?, oder: Wo will ich eigentlich hin? Hier probieren wir schon mal ein wenig aus, was wir im freien Pushen am Nachmittag üben können.

Freitag – Spielen
Der dritte Tag steht ganz im Zeichen des Spielens zwischen zwei Partner:innen. Im Rahmen von Übungen, die uns Sicherheit geben, arbeiten wir daran, ein guter Partner zu sein, aber auch unserer Partnerin zu vertrauen, sie zu hören, zu fühlen, mit ihr zu pushen, und – wenn alles gut geht – mit ihr frei zu kommunizieren.

Sonnabend/Sonntag (Nils Klug)

Damit ein begonnenes Gespräch eine gute Erfahrung für beide Partner:innen wird, sollten Selbstschutz und Konfliktvermeidung Hand in Hand gehen. Dazu ist Klarheit in unseren Aktionen erforderlich. An Tag 4 und 5 üben wir daher Selbstschutz und eindeutige Mitteilungen.

Sonnabend – Sich Schützen
Wenn die wortlose Kommunikation mit zunehmender Übung und Erfahrung etwas ungebundener und freier wird, lohnt es sich einen Schritt zurückzutreten und sich mit dem Selbstschutz zu beschäftigen.

Das heutige Thema ist, den eigenen Raum zu wahren und seinen Standpunkt zu behaupten. Dazu üben wir das Expandieren – oder anders ausgedrückt: wir lernen spontan auf unerwartete Aktionen des Partners zu reagieren, ohne uns gleich zusammenfalten zu lassen.

Sonntag – Sich Mitteilen
Ein Gespräch kann auch anstrengend sein: Unser Gegenüber überschreitet Grenzen oder hört nicht richtig zu? – Dann ist es vielleicht an der Zeit, unseren Standpunkt (über)deutlich zu machen.

Wir üben heute, uns eindeutig und nachdrücklich mit Bezug auf den Partner zu äußern. Wir „nehmen“ unsere Partner:innen so, wie sie sind – und geben zugleich ein klares Signal: bis hierher und nicht weiter.

Anny Ploegmakers

Anny Ploegmakers praktiziert seit 1992 Taiji. Sie hat mit der 37er Kurzform und der Schwertform im Yang-Stil von Meister Chen Man Ch’ing (CMC) begonnen. Seit 2000 praktiziert sie unter anderem die 37er Kurzform, die Schwertform, die Langform, die Verfeinerte Form und die Speerform nach Großmeister Huang Sheng Shyan, Schüler von CMC.
Anny hat die Lehrerprüfung im Stil von Grandmaster Huang im Mai 2016 mit gutem Erfolg absolviert.

Lehrer
1992-2000: Epi van der Pol; 1998 bis heute: Rob und Erich Völke
Seit 1998: Wee Kee Jin, School of Central Equilibrium, Auckland, Neuseeland. Anny nimmt an den jährlichen Workshops in den Niederländen teil und absolvierte sechs Mal ein einmonatiges Vorort-Training in Neuseeland.
Weitere Lehrer: Paul Renall (CZ), ein Schüler Wee Kee Jins, Serge Dreyer (F), Fernando Chedel und weitere.

Unterrichtserfahrung
Seit 2002 unterrichtet Anny in Utrecht, Groenekan und an der Hochschule Amsterdam und gibt internationale Workshops.
Sie ist auch tätig als Jurymitglied bei Formwettkämpfen in den Niederlanden und in Deutschland.

Thema:

IN KONTAKT – Die Kraft der Entspannung

Um auf Art und Weise des Taiji zu pushen, ist Kontakt mit dir selber und deinem Pushing Hands (PH) -Partner unerlässlich.

In diesem Workshop behandeln wir, wie man in Kontakt mit sich selber kommt und bleibt, während man PH praktiziert.

Wir werden Bewusstsein, Entspannung und Sinken üben, auch im Kontakt mit deinem PH-Partner.

Was werden wir machen?

Wir beginnen mit dem Erwecken des Körpers. Danach üben wir mittels Entspannungsübungen, das Bewusstsein von Spannung und Entspannung in unserem Körper zu vergrößern.
Abschließend integrieren wir, was wir während der Übungen gelernt haben, in unsere eigene Form und in einige Pushing hands-Muster.

Teilnahmevoraussetzungen
Keine besonderen Teilnahmevoraussetzungen.
Der Workshop ist geeignet für Anfänger:innen und Fortgeschrittene.

Maike Duarte de Oliveira

Maike Duarte de Oliveira

Maike Duarte de Oliveira praktiziert seit mehr als 30 Jahren Yang-Stil Tai Chi bei Michael Dackau, Christel Proksch, Daniel Grolle und seit 15 Jahren bei Wilhelm Mertens, bei dem sie auch an der Tai-Chi Lehrerausbildung teilgenommen hat und Qi Gong lernt. Bei Saar Avivi und Paul Silfverstrale hat sie 3 Jahre lang das Wudang Practical Tai Chi Chuan kennengelernt. Diese langjährige Körperarbeit beeinflusst auch ihre berufliche Tätigkeit als Physiotherapeutin.

Thema

Situationen und Möglichkeiten – Vergrößere deinen Push Hands-Werkzeugkasten!

Ich liebe Push Hands als non-verbale Kommunikation, bei der ich mich und meinen Übungspartner besser kennen- und verstehen lerne.

Wettkampf und Rangeln bringt auch Spass. Dort versucht man, eine die eigenen Ziele begünstigende Ausgangssituation herzustellen, um die Interaktion möglichst schnell siegreich zu beenden.

Beim Push Hands möchte ich mit meinem Übungspartner unvoreingenommen in die Interaktion gehen, zu“hören“ und verstehen, was geschieht, um in der Lage zu sein, die Situation zu gestalten. Dabei ist es für mich interessant zu erfahren, welchen Möglichkeitsraum die Situation bietet und welche Notwendigkeiten bestehen, damit ich differenzierter gestalten kann.

Beim Pushen erlebt man oft ständig wiederkehrende Situationen, aus denen man sich entweder mehr oder weniger gut mit einem etwas kräftigeren Push retten kann oder ständig rausgeschubst wird, ohne wirklich zu verstehen, was geschehen ist, geschweige denn, wie man es anders hätte gestalten können.

In meinem Workshop möchte ich einen Raum bieten, in geschütztem Rahmen Situationen zu erleben, zu verstehen und dadurch Möglichkeiten zu entdecken, sie differenzierter zu gestalten, so dass man nicht immer nur die grosse Rohrzange benutzen muss, sondern auch die Möglichkeit hat, die Flachzange, die Kneifzange, die Rundzange oder auch nur ein bisschen Öl anzuwenden.

Dabei nähern wir uns am ersten Tag dem Thema mehr über die Peng- Qualität und nehmen am Sonntag nach einer kurzen Wiederholung / Aufarbeitung vielleicht noch das Lü dazu, je nachdem, wie es die Situation ergibt.

Mauro Bertoli

Mauro Bertoli begann seine Kampfkunstausbildung als Kind mit Judo und Karate, später fuhr er mit chinesischem Kungfu-Training fort.

1987 begann er, Yang Stil-Taijiquan bei Meister Chang Tsu Yao zu lernen.
Nach dem Tod seines Meisters begann er abermals mit einer langen Reihe von Studien, wobei er fortlaufend mit verschiedenen maßgeblichen Lehrern der Chinesischen inneren Stile arbeitete und dabei die Vertiefung seines Systems kontinuierlich vorantrieb.

Mauro fing in dieser Zeit auch mit dem Unterrichten an, wobei er mit verschiedenen didaktischen Herangehensweisen experimentierte.

2001 machte er eine lange Studienreise nach China, wo er mit vielen Meistern trainierte.

2013 gründete Mauro zusammen mit einer Gruppe befreundeter Lehrer und Freunde ARTY, eine Vereinigung, die weitergehende Forschung und das Experimentieren mit verschiedenen kämpferischen Ansätzen zum Ziel hat. Mauro sitzt ARTY als Präsident vor.

Unterrichtserfahrung
Mauro nahm in den Jahren 2015/2017/2019 als Lehrer am „Tai Chi Cho“-Treffen in La Chaux-de-Fonds (CH) teil, zusammen mit zahlreichen Praktizierenden aus ganz Europa.

Er nahm ebenso am 6. Internationalen Push Hands Treffen in Prag (CZ) 2017 als Lehrer teil.

Mauro hat 30 Jahre Unterrichtserfahrung, insbesondere im Yang-Stil Taijiquan, Taiji Schwert, Qigong und Tui Shou (Push Hands), die er bei Kursen und Seminaren in Italien und Europa sammelte.

Thema

Push Hands und innere Arbeit: Haltungen und Kontinuität

Die Workshops werden zwei Teile haben:

Im ersten, kürzeren und einführenden Teil werden wir an statischen Haltungen/Positionen arbeiten, die uns auf das Push Hands vorbereiten. Es handelt sich hierbei um „innere Arbeit“ (Neijia) speziell für Pusher, bei der wir danach streben, das Fühlen von der körperlichen und geistigen Haltung zu trennen, indem wir uns die Zeit geben, an Spannungen und Loslassen zu arbeiten. Diese Übungen sind besonders nützlich, um unsere Struktur und unsere grundsätzliche Herangehensweise zu verbessern.

Im zweiten Teil werden wir daran arbeiten, die Grundhaltungen des Yang-Stil Taijiquan’s mit unserer Push Hands-Praxis zu verbinden. Wir werden pro Tag an einer Haltung arbeiten. – Ohne die unterschiedlichen Interpretationen zwischen den Schulen in den Vordergrund stellen, suchen wir nach Kontinuität zwischen der Formarbeit und Push Hands.

Besondere Teilnahmevoraussetzungen
Keine. Die Workshops sind für alle Level konzipiert und besonders für Anfänger:innen geeignet.